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Eckdaten
- Amtsnummer
- 6. Bundeskanzler
- Partei
- CDU
- Amtsantritt
- 01.10.1982
- Amtsende
- 27.10.1998
Jeder Balken zeigt die Amtsdauer von der Wahl bis zum Amtsende (amtierend = bis heute). Farbe = Partei.
- 1. Adenauer14 J
- 2. Erhard3 J
- 3. Kiesinger3 J
- 4. Brandt5 J
- 5. Schmidt8 J
- 6. Kohl16 J
- 7. Schröder7 J
- 8. Merkel16 J
- 9. Scholz3 J
- 10. Merz1 J*
* amtierend — Balken bis heute. Dauer auf volle Jahre gerundet.
Wahlen im Bundestag
01.10.1982 · 9. Wahlperiode · konstruktives Misstrauensvotum (Art. 67 GG) · Mehrheit ab 249 von 497 Stimmen
- WahlgangJa 256Nein 235Enth. 4gewählt
Bisher einziges erfolgreiches konstruktives Misstrauensvotum: Kohl wurde zum Nachfolger von Bundeskanzler Schmidt gewählt.
Quelle: Datenhandbuch des Bundestages ↗
29.03.1983 · 10. Wahlperiode · Kanzlerwahl (Art. 63 GG) · Mehrheit ab 250 von 498 Stimmen
- WahlgangJa 271Nein 214Enth. 1gewählt
Quelle: Datenhandbuch des Bundestages ↗
11.03.1987 · 11. Wahlperiode · Kanzlerwahl (Art. 63 GG) · Mehrheit ab 249 von 497 Stimmen
- WahlgangJa 253Nein 225Enth. 6gewählt
Quelle: Datenhandbuch des Bundestages ↗
17.01.1991 · 12. Wahlperiode · Kanzlerwahl (Art. 63 GG) · Mehrheit ab 332 von 662 Stimmen
- WahlgangJa 378Nein 257Enth. 9gewählt
Quelle: Datenhandbuch des Bundestages ↗
15.11.1994 · 13. Wahlperiode · Kanzlerwahl (Art. 63 GG) · Mehrheit ab 337 von 672 Stimmen
- WahlgangJa 338Nein 333Enth. 0gewählt
Knappste Wiederwahl: eine Stimme über der Kanzlermehrheit (338 Ja bei 337 benötigt).
Quelle: Datenhandbuch des Bundestages ↗
Zur Person
Helmut Kohl (1930–2017) war von 1982 bis 1998 sechster Bundeskanzler und mit gut 16 Jahren — knapp vor Angela Merkel — der am längsten amtierende Kanzler der Bundesrepublik. Zuvor war er Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz. In seine Amtszeit fielen die deutsche Wiedervereinigung und die Vertiefung der europäischen Integration.
Eckpunkte der Amtszeit
- Amtsantritt am 1. Oktober 1982 nach dem konstruktiven Misstrauensvotum gegen Helmut Schmidt.
- Deutsche Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 in seiner Amtszeit.
- Maastricht-Vertrag 1992 als Grundlage der Europäischen Union und der späteren Währungsunion.
Das Amt ist erläutert im Glossar: Bundeskanzler · gewählt mit der Kanzlermehrheit.
Quelle
Bundesregierung — Die Bundeskanzler seit 1949 ↗
§43/§6: nur gesicherte Fakten, keine Wertung. Amtszeit-Daten im Quervergleich mit bundestag.de/parlament/geschichte. Stand 2026-06-13.
Siehe auch
Die acht relevanten Parteien (Sitze, Wahlprogramme, Finanzen) plus Schlüsselpersonen, Regierung, Länder und Werkzeuge zu den Abgeordneten.
Bundestag, Bundesrat, 16 Landtage — Mandate und Strukturen.
Alle Bundestagswahlen seit 1949 — Ergebnisse, Sonntagsfrage, Koalitionsrechner.
Wie Politik funktioniert — Gesetzgebung, Wahl und Regierungsbildung als Erklär-Grafik.